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Juni 2020

Die Börse ist nur etwas für Zocker?!

© unbekannt

„Die Börse ist nur was für Zocker!“– So oder so ähnlich denken auch heute noch viele Menschen, insbesondere in Deutschland. Der aktuelle „Fall Wirecard“ ist Wasser auf die Mühlen dieser Kritiker. Die  Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY verweigerte am Donnerstag letzter Woche die Testierung der Bilanz von Wirecard. Bei Buchungen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro auf Treuhandkonten in Asien sei wegen Täuschungsverdachts unklar, ob die Gelder existieren. Nachdem am vergangenen Freitag der Vorstandschef Markus Braun mit sofortiger Wirkung zurückgetreten war, überschlagen sich die Ereignisse in dieser Woche.

Am Montagabend erfolgte die Festnahme von Markus Braun, am darauffolgenden Dienstag wurde er gegen eine 5 Millionen-Kaution wieder freigelassen und muss sich wöchentlich bei der Polizei melden. Mit einer Beteiligung von rund 7 % war Braun auch der größte Aktionär Wirecards. Am Mittwoch hat er nun über fünf Millionen seiner rund 8,7 Millionen Wirecard-Papiere verkauft – hinein in zeitgleich fallende Kurse. Seit vergangener Woche sind die Titel über 84 Prozent nach unten gerauscht und haben seit Mittwochabend insgesamt über zehn Milliarden Euro an Wert verloren. Das Vermögen von Markus Braun dürfte demzufolge durch die Kursverluste um über eine halbe Milliarde Euro geschrumpft sein.

Am gestrigen Donnerstag dann der nächste Paukenschlag: Wirecard meldet Insolvenz an und wird spätestens damit auch in kurzer Zeit aus dem DAX fallen, nachdem das Unternehmen erst am 24. September 2018 feierlich darin eingezogen war. Offensichtlich also nur ein kurzes Gastspiel.

Also ist die Börse nur etwas für Zocker?! So einfach ist es dann doch nicht. Wer in einzelne Aktien investiert, der hat die Chance groß zu gewinnen, aber auch das Risiko, groß zu verlieren. Selbst Großkonzerne, die zu den 30 größten bzw. wertvollsten deutschen Unternehmen gehören und damit einen der Plätze im deutschen Leitindex ergattern konnten, sind also nicht pauschal vor rasanten Niedergängen bewahrt – auch wenn der Fall Wirecard ein besonderes Extrem ist. Hier wird einmal mehr deutlich, dass Fondslösungen für private Investoren schlicht alternativlos sind. Das Credo „Mischen und Streuen“ wird in diesen Tagen wieder zur wichtigsten Tugend des Investierens.

Ein Investment in den DAX streut also die Gelder nicht auf einen, sondern auf alle 30 Titel des deutschen Leitindex. Ist das schon eine (ausreichend) große Streuung? Vermutlich nicht, dennoch wird auch hier schnell der Effekt der Streuung, immer in Verbindung mit dem Anlagezeitraum, klar. Wer in den letzten 50 Jahren über einen Zeitraum von 10 Jahren zum ungünstigsten Zeitpunkt in den DAX per Einmalanlage investiert hat, der hat jährlich eine durchschnittliche Rendite von -1,5 % erzielt. Wer hingegen zum günstigsten Zeitpunkt über 10 Jahre eingestiegen ist, der hat im Schnitt ein Plus von 16,5 % pro Jahr (!) erzielt.

Und über einen Zeitraum von 15 Jahren? Der „Pechvogel“ konnte mit 2,3 % durchschnittlich immerhin seine Kaufkraft erhalten, der glückliche Investor konnte im Schnitt ein Plus von 15,2 % jährlich einstreichen. Sie ahnen es – mit zunehmender Anlagedauer nähern sich auch die Renditen des Pechvogels und des glücklichen Investors aneinander an. Wir legen Ihnen dazu das PDF des deutschen Aktieninstituts ans Herz (siehe Downloads unten). Es wird einen Moment dauern, die vielen Zahlen richtig zu verstehen – dennoch ist die Quintessenz daraus schnell klar: Mit zocken hat die Investition an der Börse pauschal sicher wenig zu tun. Wer nur in Aktien investiert, spekuliert kurz- als auch langfristig sicher mehr, als der Fondsinvestor. Es ist immer eine Frage der persönlichen Ziele und Herangehensweise.

Wie ist Ihre Herangehensweise, oder die Ihrer Bekannten und Verwandten? Der Austausch über finanzielle Einstellungen oder Erfahrungen findet nach unserer Überzeugung im Privatleben der Deutschen immer noch zu wenig statt – egal ob bei „Jung“ oder „Alt“.

Wichtiger rechtlicher Hinweis

Copyright/Quelle/Zuerst erschienen bei: H.S.F. Gesellschaft für Finanz- und Ruhestandsplanung mbH


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